Graue Literatur kollaborativ erschließen und aktivieren

Projektlaufzeit: 01.01.2026 bis 31.12.2026

Graue Literatur aus dem Internationalen Frauenfriedensarchiv Fasia Jansen e.V.

Derzeit wird in einem Digitalisierungs- und Erschließungsprojekt Graue Literatur in der LIESELLE erschlossen. Zentrale Ziele des Projekts sind die kritische Erschließung bzw. Nacherschließung und Digitalisierung der Grauen Literatur im Bestand der LIESELLE sowie die Verbesserung und Diversifizierung der Datenqualität.

Die Graue Literatur bildet einen wesentlichen Bestandteil der Sammlung der LIESELLE und enthält u.a. auch vergriffene Werke, wie etwa Zines und Broschüren. Im Bestand befinden sich ca. 350 Broschüren / Graue Literatur aus den 1970er Jahren bis 2024. Die Sammlung liegt bisher in Teilen unerschlossen oder nur flach erschlossen vor.

In dem begleitenden Seminar „Die Kunst und Wissenschaft der Dokumentation“ von Prof. Dr. Tahani Nadim im SoSe 2026 werden Studierende in die Arbeit und das Denken mit und im Archiv eingeführt. Im Projekt sollen ausgehend vom Bestand der LIESELLE gemeinsam mit Studierenden Methoden der kollaborativen Erschließung von Materialien erarbeitet werden. Hier sollen vor allem die Auseinandersetzung mit Überlieferungslogiken, Leerstellen, Strategien zur Erarbeitung von intersektionalen Perspektiven auf die Geschichte der autonomen Frauen- und Lesbenbewegung und Techniken der Archivarbeit sowie Fragen nach Zugänglichkeit (Barrierearmut, Sprache etc.) von Materialien im Vordergrund stehen.

Das Projekt wird gefördert vom Deutschen Digitalen Frauenarchiv (DDF) und durchgeführt vom Projektteam Annika Pretzsch, Begüm Karagöz, Ines Erfurth, Kat Teichmann, Marius Hoffmann und Prof. Dr. Tahani Nadim. Kooperationspartner ist das Alice Salomon Archiv an der Alice Salomon Hochschule in Berlin mit Fallon Tiffany Cabral, Dayana Lau, Friederike Mehl und Anouk Widder.